
BLURT / Support: CAN'T + PICARD3000
Fr., 13. März
|Köln


Ort & Zeit:
13. März 2026, 19:00 – 23:00
Köln, Luxemburger Str. 32, 50674 Köln, Deutschland
Veranstaltungsinfo:
Fr., 03.03.26
Einlass 19 Uhr Beginn 20 Uhr
Blue Shell Live
BLURT
Punk Jazz
Der Saxofonist Ted Milton (Jahrgang 1943) hatte in den achtziger Jahren den Begriff Punk-Jazz geprägt, und seine Band Blurt gehört heute immer noch zu den aufregendsten und mitreißendsten Acts der Avantgardeszene.
Wer den Altmeister des „Punk-Fake-Pogo-Jazz“ ein letztes letztes letztes Mal mit seiner Band sehen und vor allem hören möchte, sollte die Gelegenheit nutzen.
Eric Clapton beschreibt in seiner Autobiografie, wie er im Sommer 1965 oft mit Milton in der Wohnung von Miltons Freundin Clarissa zusammen war. „Ted war ein außergewöhnlicher Mensch. Ein Poet und Visionär … er war der Erste, den ich je Musik so körperlich interpretieren sah … sie mit seinem ganzen Wesen zum Ausdruck bringend, tanzend und mit Mimik das Gehörte ausdrückend. Als ich ihn beobachtete, verstand ich zum ersten Mal, wie man Musik wirklich erleben kann, wie man ihr zuhören und sie so lebendig werden lassen kann, dass sie Teil des eigenen Lebens wird. Es war ein wahres Erweckungserlebnis.“
Miltons Texte sind mindestens so dadaistisch wie sein Saxophon-Spiel. Mal gehaucht, mal geschrien jagt er dem Zuhörer ein dickes, verunsicherndes Pfund um die Ohren. Schlagzeug und Gitarre bilden den Boden, auf dem sich Ted Milton so entfalten kann. 1980 warf Ted Milton seine Handschuhe und seinen Job als Puppenspieler hin, erlernte das Saxophon und formierte die Band Blurt. Die Bandmitglieder umgaben sich mit so illustren Gästen wie den Sex Pistols, Eric Clapton, The Police und vielen anderen Verdächtigen aus den berühmten Jahren des Punk und Rock. Miltons Dada-Avantgarde-Jazz und die zerrissenen, hypnotischen No-Wave-Hymnen waren stilbildend für verschiedene Künstler und Bands Anfang der 80er Jahre.
Bei Blurt gesellt sich noch ein gewisser Minimalismus dazu, der aus trashig-hypnotischem Schlagzeug, monotonen Gitarrenlicks und tribalmäßigen, mäandernden Predigten besteht. Nur selten war Musik so direkt und unmittelbar und dabei so kontrolliert energetisch wie bei der Band um den ehemaligen Puppenspieler Ted Milton. Einfach keine Kompromisse, nur Blurt. Neue 12-Inch-Vinyl-Schallplatte „The Mecanno Giraffe“ auf All City Records. „Klassischer Blurt mit Saxofon-Einlagen und geistreichen Texten … die Vorliebe eines Puppenspielers für Dramatik und intime Selbstreflexion.“
– The Wire
„Eine Kombination aus treibenden Beats, Miltons gesprochenen poetischen Texten, erhabenem Free-Saxofonspiel und bewusst unkonventioneller Gitarre … Blurt entziehen sich jeder Genre-Zuordnung … sie verschmelzen Rock und Free Jazz … die einzige Garantie … Blurt werden Sie zum Lächeln bringen.“ – Free Jazz Collective „Die Mecanno-Giraffe rahmt die Beat-Punk-Absurditäten auf widersprüchlich beste Weise ein … ein charmanter Beweis dafür, dass er es immer noch draufhat, mehr als 45 Jahre nach der Gründung von Blurt.“
– Boomkat
http://www.tedmilton.net/news/index.html

Supports:
CAN’T
Kraut Jazz Punk
Das brandneue Kölner Trio, bestehend aus Bestandteilen der Moriartees, King Khan, Knarf Rellöm, Radiation Kings und vielen anderen, hat sich (eine Dekade nach ihrer Inkarnation als OSTERBERG & CO) der musikalischen Schnapsidee verschrieben und liefert – je nach Tagesform – das aus Rhythm’n Beat, Thrashpunk, Krautrock, Jazz und Croonern und Bawlern in Musik gegossene Lustprinzip. Kein Gig ist wie der andere, und was CAN’T an diesem Abend können oder nicht können, wissen sie selber noch nicht. Fest steht nur, dass es eine herrliche Sause wird. Das grenzt schon an Musik. Ahoistens und Glück auf.

PICARD3000
Ambient / Jazz
Wir spielen Trompete und Synthesizer. Erkunden frei improvisierte Klangwelten.
Bewegen uns dabei zwischen Jazz und elektronischen Wellen.
Ihr erlebt interdisziplinäre Kommunikation im Moment.
Wir laden Künstler*innen ein, mit uns zu spielen.
Gemeinsam erschaffen wir Situationen, in denen Empathie zur Haltung wird und daraus Musik als Prozess entsteht.
Wir streben an, die Gegenwart als Quelle für unsere Inspiration und unser Spiel anzunehmen und uns nicht von Erwartungshaltung einschränken zu lassen.

Tickets:
Ak: 25 Euro
